🧭 Praxisbeispiel

Vom Erstgespräch zum KI-Arbeitsraum

Organisations- und Prozessentwicklung mit KI – Schritt für Schritt.

So begleite ich inhabergeführte Unternehmen in die Arbeit mit KI: ein ausführliches persönliches Gespräch, ein Arbeitsraum mit Analysen und Vorschlägen, erste Schritte zum Selbermachen – und dann klein anfangen.

Ein Stadtviertel am Wasser zur blauen Stunde mit einem Neubau; davor ein Laptop mit Grundriss, aus dem goldene und türkisfarbene Datenpunkte zu den Gebäuden fließen.
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Mein Beratungsprozess

In fünf Etappen zur eigenen KI-Organisation

Persönliches Gespräch

3–5 Stunden gemeinsam: Grundlagen verständlich erklärt (LLM, Skill, Agent, Prozess, Artefakt) und das erste Setup direkt eingerichtet.

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Etappe 1

Das persönliche Gespräch

Am Anfang steht kein Tool, sondern Verständnis. In drei bis fünf Stunden klären wir, wie die Arbeit mit KI funktioniert – und richten das erste Setup gemeinsam ein.

Warum so lange?

Wer die Bausteine versteht, kann sie selbst kombinieren. Das Gespräch ist deshalb Schulung und Einrichtung zugleich: Begriffe werden am eigenen Beispiel erklärt, Ordner und Projekte direkt angelegt, erste Fragen sofort beantwortet.

Beratungsgespräch an einem Arbeitsplatz mit mehreren Bildschirmen: Ein Berater und eine Teilnehmerin schauen gemeinsam auf die Monitore, sie bedient den Laptop.
Dieselbe Runde lachend: Der Berater erklärt etwas am Bildschirm, die Teilnehmerin schaut auf ihr Handy.
Berater und Teilnehmerin verfolgen gemeinsam eine Webseite auf dem mittleren Bildschirm.

Aus einem echten Beratungsgespräch – Grundlagen erklären, Setup einrichten, gemeinsam ausprobieren. Fotos: privat, mit Einverständnis.

LLM

Das Sprachmodell hinter Claude oder ChatGPT: Was es kann, wo es irrt und warum Prüfen Pflicht bleibt.

Skill

Eine feste Anleitung, die die KI immer gleich abarbeitet – etwa ein Projektstart oder ein Exposé-Entwurf.

Agent

Eine Rolle mit klarem Auftrag, Auslöser, Rechten und menschlicher Freigabe – wie eine gute Assistenz.

Prozess

Der Ablauf, der verbessert werden soll. KI setzt am Prozess an, nicht am Tool.

Artefakt

Was dabei entsteht: Dokument, Seite, Tabelle, Grafik – teilbar und wiederverwendbar.

Projekt & Ordner

Eine Projektstruktur mit Nummern und Markdown-Dateien, auf die die KI zugreifen kann.

Etappe 2 im Detail

So entsteht der KI-Arbeitsraum

Auftrag & Rollen klären

Wer entscheidet, wer begleitet, was ist das Ziel? Der Inhaber entscheidet – die Beratung hat im Unternehmen keine Rolle.

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Etappe 2

Was im Arbeitsraum steckt

Jeder Arbeitsraum folgt derselben Logik – angepasst an das Unternehmen, seine Branche und seine Größe.

Abstraktes Ablaufdiagramm aus Glaskacheln und goldenen Linien; zwei Wege laufen in einem Punkt zusammen.
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Verstehen – Fakten zum Unternehmen, Abläufe aus allen Sichtweisen mit KI-Potenzial je Schritt, Außenauftritt und ein neutraler Vergleich mit dem Markt.

Lernen – Branchenwissen als Lernkurs mit Kontrollfragen, ein Glossar, Leitplanken für KI und eine Einführung in Vibe Coding.

Gestalten – Agententeam, Playbooks, Ideen-Pool, Software und Infrastruktur, Datenfundament mit persönlichem Cockpit.

Planen – Offene Fragen, Interview-Leitfäden und die Roadmap für die ersten 90 Tage.

~20Seiten je Arbeitsraum
12–16Agentenrollen in Phasen
15–20Playbooks
40+Ideen, filterbar
30+offene Fragen

Status je Seite

Entwurf – VorschlägeRecherchiert – öffentlich belegtIn ArbeitAbgestimmt – mit dem Unternehmen geklärt

Zahlen aus bisherigen Beratungsprojekten, gerundet.

Gestalten

Agenten, Playbooks und Radar

Agenten sind keine Programme, die „irgendwas mit KI“ machen, sondern Rollen mit klarem Auftrag – und immer mit einem Menschen, der freigibt.

Eine Reihe leuchtender Glasfiguren auf schwarzem Grund, über jeder schwebt ein kleines Symbol – ein Team aus KI-Assistenten.
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Agententeam

In Phasen statt alles auf einmal

Zuerst eine HR-Agentin, die neue Agenten mit dem Inhaber bespricht, ihre Rolle festhält und Überschneidungen verhindert. Danach wenige Helfer mit großem Alltagsnutzen.

  • Phase 0: Organisation des Agententeams
  • Phase 1: Texte, Protokolle, Unterlagen, Termine
  • Phase 2: Abgleich, Berichte, Content
  • Phase 3: persönliche Assistenz je Person

Sicherheit

Rechte-Ampel und Freigabe

Jeder Agent bekommt Rechte: Grün liest und schlägt vor, Gelb erstellt Entwürfe, die ein Mensch freigibt, Rot handelt selbstständig – zum Start kommt Rot nicht vor.

Playbooks beschreiben die wiederkehrenden Abläufe: Zweck, Auslöser, Schritte, Ergebnis, beteiligte Agenten.

Ein Wohngebiet am Stadtrand bei Nacht von oben, ein türkisfarbener Radarkreis, einzelne Häuser leuchten golden.
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Radar statt Zufall. Neben dem Tagesgeschäft schlägt der Arbeitsraum vor, wie Signale aus Markt und Umfeld systematisch gesammelt werden – mit klaren Spielregeln für Datenschutz und Werberecht.

Datenfundament & Cockpit. Zielbild ist eine geschützte Datenbasis und ein persönliches Tages-Cockpit je Rolle, das zeigt, was heute wichtig ist, und Routinearbeit per Klick vorbereitet. Ein klickbarer Prototyp mit erfundenen Daten macht das greifbar.

Etappe 3 & 4

Erste Schritte zum Selbermachen

Nach dem Arbeitsraum kommt eine kurze Mail mit Aufgaben, die das Unternehmen selbst erledigen kann – passend zum Wissensstand.

Arbeitsraum durcharbeiten

In Ruhe lesen und notieren: Was passt, was ist fremd, was fehlt?

Projektzentrale anlegen

Eine Ordnerstruktur auf dem Rechner, z. B. mit Bereichen je Person und einem gemeinsamen Bereich.

  • 00_System mit Projektregister und Vorlagen
  • Bereiche je Person und „Gemeinsam“
  • Archiv

Den ersten Skill bauen

Einen Projektstart-Skill, der die richtigen Fragen stellt und Ordner samt Projektdateien anlegt.

  • Text aus der Mail an die KI geben
  • Skill als ZIP erzeugen lassen
  • In den Einstellungen hochladen

Das erste Projekt anlegen

Mit dem neuen Skill – damit ist er gleich getestet.

  • Ordner in der Desktop-App verbinden
  • PROJEKT.md, ENTSCHEIDUNGEN.md, ARBEITSPLAN.md entstehen automatisch

Projektraum eröffnen

Ein Projekt in Claude oder ChatGPT, in dem alles rund ums Geschäft besprochen wird.

  • Projektordner freigeben
  • Anweisungen für das Projekt hinterlegen

Wissen dauerhaft hinterlegen

Ein Link im Chat ist im nächsten Chat vergessen – eine Datei im Projektordner nicht.

  • Arbeitsraum zusammenfassen lassen
  • als Wissensdatei ablegen und in den Projektanweisungen verankern
Beispiel: Textvorschlag für einen Projektstart-Skill
Name: projektstart
Beschreibung: Legt ein neues Projekt mit Nummer, Ordner und Projektdateien an.
Nutzen bei „neues Projekt“, „Projekt anlegen“, „Projektstart“.

1. Wer legt an?
   Frage zuerst, für wen das Projekt ist (z. B. Inhaber, Partnerin, beide).
   Jede Person bzw. „gemeinsam“ hat einen eigenen Nummernkreis
   (z. B. A26001, B26001, G26001) und einen eigenen Bereich im Ordner.

2. Nummer vergeben
   Lies 00_System/projektregister.md und nimm die nächste freie Nummer.
   Eine vergebene Nummer wird nie geändert und nie neu vergeben.

3. Grundfragen – eine nach der anderen
   Projektname · Idee in einem Satz · Ziel · Wann ist es fertig? ·
   Deadline · Priorität · Vertraulichkeit · Wer macht mit, wer prüft? ·
   Nächster Schritt. „Noch unklar“ ist eine gültige Antwort – nichts erfinden.

4. Branchenfragen (optional)
   Je nach Projektart zusätzliche Fragen, z. B. zu einem Auftrag,
   einem Objekt, einer Baustelle oder einer Veranstaltung.

5. Datenschutz
   Keine Klarnamen von Kundinnen und Kunden in Projekt- oder Ordnernamen.

6. Anlegen
   Ordner _ mit PROJEKT.md, ENTSCHEIDUNGEN.md,
   ARBEITSPLAN.md, MEILENSTEINE.md und den Unterordnern unterlagen,
   material, entwuerfe. Eintrag im Projektregister.

7. Abschluss
   Kurz zusammenfassen, was angelegt wurde, und den nächsten Schritt nennen.
Laptop bei Nacht, in den aus einer leuchtenden Sprechblase goldene Linien fließen und sich zu einer Webseite aus Glaskacheln fügen.
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Vibe Coding als Prinzip. Der Arbeitsraum selbst ist im Gespräch mit KI entstanden: beschreiben, was gebraucht wird, Ergebnis ansehen, im Gespräch korrigieren. Genau so sollen auch die eigenen ersten Werkzeuge entstehen – klein, nützlich, vom Menschen geprüft. Wie das bei einer eigenen Website aussieht – vom Fragebogen über das Style Book bis zur Live-Seite –, zeigt die Wissenskarte Deine eigene Webseite mit Vibe Coding.

Etappe 5

Follow-up: klein anfangen

Wenn die ersten Schritte sitzen, folgt das nächste Gespräch. Nicht der große Wurf, sondern der nächste sinnvolle Prozess.

Eine leuchtende Straße aus goldenen Abschnitten mit drei türkisfarbenen Meilensteinen, die auf eine Skyline zuführt.
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Im Follow-up schauen wir gemeinsam, was funktioniert hat und wo es hakt. Dann kommt der nächste Baustein – häufig die erste Agentin, die das Agententeam organisiert, oder ein Pilot mit hohem Alltagsnutzen.

Die 90-Tage-Roadmap gibt den Rahmen: Verstehen, Pilotieren, Ausrollen. Jede Etappe endet mit einem Ergebnis, das das Unternehmen selbst weiterführen kann.

Woran wir Fortschritt messen

Zeit pro VorgangKorrekturschleifenAntwortzeit auf AnfragenAkzeptanz im TeamSelbstständigkeit im Umgang mit KI
Verantwortung

Leitplanken, die immer gelten

Ein Arbeitsraum ist ein Werkzeug für das Unternehmen – nicht für die Öffentlichkeit, und nie ein Ersatz für menschliche Verantwortung.

Vertraulichkeit

Was in den Arbeitsraum gehört – und was nicht:

  • Keine Kundendaten, keine Konditionen, keine Personalthemen
  • Beispieldaten im Cockpit sind erfunden
  • Arbeitsräume sind für Suchmaschinen gesperrt und nur per Direktlink erreichbar
  • Rechtliches immer mit Hinweis „keine Rechtsberatung“

Mensch entscheidet

KI schlägt vor, der Mensch gibt frei:

  • Der Inhaber entscheidet über jeden neuen Agenten
  • Fakten mit Quelle, Einschätzungen gekennzeichnet
  • Nichts geht ungeprüft nach außen
  • Die Beratung begleitet – sie übernimmt keine Rolle im Unternehmen
Kompakter Server und NAS auf einem Schreibtisch mit türkisfarbenen Statuslichtern und goldenen Reflexen.
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Organisation entsteht Schritt für Schritt.

Wer die Bausteine versteht und mit einem kleinen Prozess anfängt, baut sich eine KI-Organisation, die zum eigenen Unternehmen passt – und sie selbst weiterführen kann.