Deepfakes offenlegen
KI-generierte oder manipulierte Bilder, Audios und Videos, die echt wirken könnten und reale Personen, Orte, Dinge oder Ereignisse zeigen, müssen als künstlich erzeugt oder verändert erkennbar sein.
Richtig arbeiten mit Sprachmodellen wie Claude, ChatGPT und Gemini.
Sprachmodelle wie Claude, ChatGPT oder Gemini sind mehr als digitale Chatfenster. Richtig eingesetzt werden sie zu Denkpartnern, Strukturhelfern, Schreibassistenten, Recherchewerkzeugen und Workflow-Bausteinen. Dieser LLM-Kompass erklärt verständlich, was Large Language Models sind, wie gute Prompts aufgebaut werden, wie man mit Markdown-Dateien, Skills und Konnektoren arbeitet und wie daraus produktive KI-Workflows entstehen.
KI ist kein Autopilot, sondern ein leistungsfähiger Copilot — wenn Auftrag, Kontext und Kontrolle stimmen.
LLM steht für Large Language Model — ein großes Sprachmodell. Es verarbeitet Sprache, erkennt Muster und erzeugt daraus Texte, Strukturen, Zusammenfassungen, Code, Ideen und Analysen.
Ein LLM erzeugt Antworten auf Basis gelernter Muster, des gegebenen Kontexts und von Wahrscheinlichkeiten — nicht durch Verstehen oder Bewusstsein. Es rechnet, welches Wort als Nächstes am plausibelsten ist.
Gute Ergebnisse entstehen aus klarem Ziel, gutem Kontext, sauberen Daten und anschließender Prüfung. Vage Eingaben führen zu vagen, oft oberflächlichen Antworten.
Ein reines Sprachmodell antwortet aus seinem Training. Eine produktive Arbeitsumgebung erweitert es um Werkzeuge: Dateien, Webzugriff, Suche oder Konnektoren — und wird damit deutlich leistungsfähiger.
Sprachmodell
Ein KI-System, das auf großen Textmengen trainiert wurde, um Sprache zu verstehen und neu zu erzeugen.
Token
Die kleinste Verarbeitungseinheit. Ein Wort besteht oft aus mehreren Token. Modelle „rechnen" in Token, nicht in Buchstaben.
Kontextfenster
Die Menge an Text, die ein Modell gleichzeitig „im Blick" hat. Ist es voll, geht älterer Kontext verloren.
Prompt
Die Eingabe oder Anweisung an das Modell — die Frage, der Auftrag oder das Material, mit dem es arbeiten soll.
System Prompt Grundanweisung
Eine übergeordnete Anweisung, die Rolle, Regeln und Verhalten des Modells für die gesamte Sitzung festlegt.
Ausgabeformat
Die gewünschte Form der Antwort: Fließtext, Liste, Tabelle, JSON, Überschrift plus Bullets — vorab klar benennen.
Halluzination
Eine Antwort, die überzeugend klingt, aber sachlich falsch oder erfunden ist. Darum gilt immer: prüfen.
Grounding Grounded LLM
Das Stützen der Antwort auf bereitgestellte Quellen, Dokumente oder Suchergebnisse statt nur auf Modellwissen.
Multimodalität
Die Fähigkeit, nicht nur Text, sondern auch Bilder, Dokumente, Audio oder Daten zu verarbeiten.
Agent / KI-Agent
Ein System, das nicht nur antwortet, sondern Schritte plant, Werkzeuge nutzt und Teilaufgaben eigenständig ausführt.
Human-in-the-loop
Der Mensch bleibt eingebunden: prüft, bewertet und gibt frei. KI unterstützt, der Mensch entscheidet.
Sprachmodelle sind stark bei Sprache, Struktur und Ideen. Bei Fakten, Aktualität und Verantwortung haben sie klare Grenzen. Wer beides kennt, setzt sie richtig ein.
Merksatz
KI ist kein Autopilot. Sie ist ein leistungsfähiger Copilot — wenn Auftrag, Kontext und Kontrolle stimmen.
Der Unterschied zwischen frustrierenden und nützlichen Ergebnissen liegt selten am Modell — sondern am Auftrag. Je klarer die Eingabe, desto belastbarer die Antwort.
„Mach mal einen Text über KI."
„Du bist KI-Trainer. Erkläre einem mittelständischen Unternehmen in 800 Zeichen, warum gute Prompts wichtig sind. Schreibe verständlich, ohne Hype, mit drei konkreten Beispielen."
Was soll am Ende herauskommen — und wofür?
Aus welcher Perspektive soll das Modell antworten?
Hintergrund, Material und Rahmenbedingungen mitliefern.
Für wen ist das Ergebnis gedacht?
Liste, Tabelle, Fließtext, Länge, Struktur.
Seriös, locker, sachlich, werblich?
Ein gutes Muster sagt mehr als zehn Erklärungen.
Was vermieden werden soll — Hype, Floskeln, Garantien.
Woran erkennst du, dass das Ergebnis gut ist?
Nachschärfen statt alles neu — Schritt für Schritt.
Ein guter Prompt ist wie ein gutes Briefing: Je klarer die Bausteine, desto besser das Ergebnis. Du brauchst nicht jeden Baustein immer — aber je wichtiger die Aufgabe, desto mehr lohnt sich Sorgfalt.
Rolle
Aus welcher Sicht? „Du bist Produkt-Marketing-Manager."
Kontext
Hintergrund und Material zur Aufgabe.
Aufgabe
Was genau soll getan werden?
Zielgruppe
Für wen ist das Ergebnis bestimmt?
Format
Überschrift, Bullets, Tabelle, Länge.
Tonalität
Seriös, vertrauenswürdig, sachlich …
Beispiele
Muster oder Referenzen mitgeben.
Einschränkungen
Was vermeiden? Welche Grenzen gelten?
Qualitätskriterien
Woran wird das Ergebnis gemessen?
Nächster Schritt
Welche konkrete Ausgabe wird erwartet?
Du bist Marketingberater. Eine kleine Fahrradwerkstatt namens
„Rad & Werk" möchte eine neue Website-Unterseite zum Thema
E-Bike-Service erstellen. Die Seite soll verständlich erklären,
welche Leistungen angeboten werden: Inspektion, Akku-Check,
Software-Update, Bremsenprüfung und Beratung.
Zielgruppe sind Kundinnen und Kunden aus der Region.
Ton: freundlich, kompetent, nicht übertrieben werblich.
Ergebnis: Überschrift, Kurztext mit maximal 900 Zeichen
und 5 Bulletpoints.
Warum dieser Prompt besser ist
Er nennt eine klare Rolle (Marketingberater), liefert Kontext (Fahrradwerkstatt „Rad & Werk", E-Bike-Service), beschreibt eine konkrete Aufgabe (Website-Unterseite mit klar genannten Leistungen), definiert die Zielgruppe (Kundinnen und Kunden aus der Region), gibt Tonalität und Grenzen vor (freundlich, kompetent, „nicht übertrieben werblich") und legt ein präzises Ausgabeformat fest (Überschrift, ≤ 900 Zeichen, 5 Bulletpoints). Das Modell muss nichts mehr raten — es kann gezielt liefern.
Produktive KI-Arbeit besteht selten aus einem einzigen Prompt. Sie ist ein Prozess aus mehreren Schritten — vom Briefing bis zur Freigabe. Der Mensch behält dabei Ziel, Bewertung und Verantwortung.
Vom Briefing über Struktur und Text bis zu HTML, Test und Veröffentlichung.
Kernbotschaft, Gliederung, Folientexte und Sprechnotizen Schritt für Schritt.
Struktur, Klarheit, Tonalität und Schwachstellen systematisch durchgehen.
Profilabgleich, Entwurf, Tonalität und finale Prüfung durch den Menschen.
Testfragen entwerfen, Antworten bewerten, Schwachstellen dokumentieren.
Aufgabe, Umsetzung, Test und ein nachvollziehbarer Abschlussbericht.
Verantwortung bleibt beim Menschen
Das Modell liefert Entwürfe und Tempo. Ziel, Bewertung, Freigabe und Verantwortung bleiben in jedem Schritt beim Menschen.
Wie verlässlich eine Antwort ist, hängt stark davon ab, worauf sie sich stützt. Genau hier setzen Grounding und RAG an.
Antwortet aus seinem Modellwissen und dem aktuellen Kontext. Praktisch und schnell — aber ohne Garantie, dass die Information aktuell oder belegt ist.
Stützt Antworten zusätzlich auf bereitgestellte Quellen: Dokumente, Suchergebnisse oder Datenbanken. Das senkt das Risiko falscher Antworten — ersetzt die Prüfung aber nicht.
Retrieval-Augmented Generation: Erst werden passende Informationen gesucht (Retrieval), dann erzeugt das Modell daraus eine Antwort (Generation).
Chat über ein PDF, Suche in Google Drive, Analyse einer Wissensdatenbank oder eine Antwort mit Quellenangaben.
Beispiel: Onboarding-Handbuch
Ein Unternehmen stellt ein Onboarding-Handbuch für neue Mitarbeitende bereit. Ein grounded LLM kann Fragen dazu beantworten, indem es sich auf dieses Dokument stützt. Wenn eine Information nicht im Handbuch steht, sollte die Antwort transparent machen, dass dazu keine Quelle vorliegt — etwa: „Dazu finde ich im Dokument keine Angabe."
Merksatz
Je näher die KI an geprüften Quellen arbeitet, desto belastbarer wird das Ergebnis — aber die Verantwortung bleibt beim Menschen.
.md steht für Markdown — ein einfaches Textformat für
strukturierte Inhalte. Überschriften, Listen, Tabellen, Links und Code lassen sich ohne
komplexes Layout schreiben.
Reiner Text mit ein paar Zeichen für Struktur — gut lesbar für Menschen und KI-Systeme gleichermaßen.
Ideal für Projektbriefings, Dokumentationen, README-Dateien, Claude-Code-Prompts, Skills, Checklisten und Arbeitsanweisungen.
Einmal sauber geschrieben, immer wieder einsetzbar — die Grundlage für verlässliche, wiederholbare KI-Arbeit.
# Projektbriefing Newsletter
## Ziel
Wir erstellen einen kurzen Newsletter für Kundinnen und Kunden.
## Thema
Neue Öffnungszeiten im Sommer.
## Zielgruppe
Bestandskunden eines kleinen Dienstleistungsbetriebs.
## Anforderungen
* freundlich formuliert
* maximal 1.000 Zeichen
* klare Öffnungszeiten nennen
* keine übertriebene Werbung
## Ergebnis
Betreffzeile, Einleitung, Haupttext und kurzer Abschluss.
Überschriften gliedern den Inhalt und zeigen Mensch wie Modell sofort, was wo steht — Orientierung ohne langes Lesen.
Diese Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen vorab — das Modell muss weniger raten und liefert gezielter.
Als .md gespeicherte Briefings lassen sich kopieren, anpassen und teilen — ideal für wiederkehrende KI-Aufgaben.
Ein Skill ist eine wiederverwendbare Arbeitsanweisung oder Fähigkeit für eine bestimmte Aufgabe. Statt jedes Mal alles neu zu erklären, werden Regeln, Ziel, Vorgehen, Qualitätskriterien und Ausgabeformat einmal sauber beschrieben.
Je nach Plattform unterschiedlich umgesetzt
Skills können verschieden realisiert sein — als gespeicherte Anweisung, Projektdatei, Markdown-Dokument, Custom GPT, Claude-Projekt, Agenten-Anweisung oder wiederverwendbarer Prompt. Das Prinzip bleibt gleich: einmal klar beschreiben, mehrfach verlässlich nutzen.
Eine festgehaltene, wiederverwendbare Vorgehensweise für eine wiederkehrende Aufgabe — mit Ziel, Regeln und Ergebnisformat.
Um Qualität konstant zu halten, Zeit zu sparen und denselben Standard immer wieder anwenden zu können.
Ziel, Kontext, Regeln, Vorgehen, Qualitätskriterien und ein klar definiertes Ausgabeformat.
Unterseite erstellen oder verbessern — nach festen Regeln.
Struktur, Klarheit und Schwachstellen systematisch checken.
Profilabgleich, Tonalität und Feinschliff in einem Ablauf.
Systematische Testfälle für Qualität und Grenzen.
Heikle Inhalte auf Vorsicht und Formulierung gegenchecken.
Umsetzen, testen und nachvollziehbar dokumentieren.
# Skill: Website-Sprint Projektseite
## Ziel
Eine bestehende Projektseite verbessern oder eine neue
Informationsseite erstellen.
## Regeln
* keine externen Fonts
* keine externen Skripte
* bestehende Navigation nicht beschädigen
* mobile Ansicht prüfen
* nur notwendige Dateien ändern
## Vorgehen
1. Bestand prüfen
2. Änderung planen
3. Umsetzung durchführen
4. Desktop und Mobile testen
5. Abschlussbericht schreiben
## Abschlussbericht
* geänderte Dateien
* umgesetzte Inhalte
* Tests
* offene Punkte
Konnektoren verbinden KI-Systeme mit externen Arbeitsquellen — etwa Google Drive, Gmail, Google Kalender, GitHub, Notion, Slack oder lokalen Dateien. Damit kann die KI mit echten Inhalten arbeiten, statt nur aus dem Modellwissen zu schöpfen.
Beispiel: Google-Drive-Projektordner
Ein Team speichert Protokolle, Präsentationen und Aufgabenlisten in einem Google-Drive-Projektordner. Ein KI-Assistent kann helfen, die passende Datei zu finden, Protokolle zusammenzufassen oder offene Aufgaben aus mehreren Dokumenten zu extrahieren.
Vor Nutzung eines Konnektors prüfen
Eine grobe Orientierung — je nach Version, Plan und verfügbarer Funktion können sich Möglichkeiten unterscheiden. Diese Übersicht zeigt typische Stärken, ersetzt aber keinen eigenen Test im konkreten Anwendungsfall.
| Werkzeug | Besonders stark für | Worauf achten? |
|---|---|---|
| ChatGPT | Vielseitiger Assistent für Dialog, Schreiben, Analyse, Recherche, Lernen, Bilder, Dateien und Projektarbeit — stark als Sparringspartner und Erklärer. | Funktionsumfang hängt von Version und Plan ab. Ergebnisse und Quellen prüfen. |
| Codex | KI-gestützte Coding-Unterstützung: Code schreiben, erklären, refactoren, testen und Änderungen vorbereiten. | Am stärksten bei klaren Aufgaben, mit Tests und Review-Schritten. |
| Claude | Lange Texte, Dokumentarbeit, strukturierte Projektarbeit, Analyse und kontextreiche Aufgaben — gut für Briefings, Konzepte, Produkttexte und Workflows. | Kontext klar mitgeben. Auch hier gilt: prüfen und einordnen. |
| Claude Code | Arbeit an Codeprojekten: Website-Sprints, Refactoring, Fehleranalyse, Tests und Abschlussberichte — wenn Dateien geprüft, geändert und getestet werden sollen. | Änderungen gezielt freigeben und testen. Nichts ungeprüft übernehmen. |
| Claude Design / Artifacts | Visuelle oder interaktive Entwürfe, Prototypen, Layoutideen und kleine Tools — wenn Ideen sichtbar gemacht statt nur beschrieben werden sollen. | Prototyp ist nicht Produktion. Vor Live-Einsatz prüfen und absichern. |
| Claude Cowork | Arbeitsmodus für längere, gemeinsame, kontextreiche Projektarbeit: Planung, Recherche, Dokumente, Aufgabenstruktur und Zusammenarbeit. | Verfügbarkeit und Funktionen können je nach Oberfläche variieren. |
| Gemini | Sprachmodell von Google — sinnvoll im Google-Ökosystem, für Recherche, Zusammenfassungen, multimodale Aufgaben und Arbeit mit Google-Diensten. | Ergebnisse prüfen, Quellen beachten, Datenschutz berücksichtigen. |
Auf kleinen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich scrollen.
Keine Feature-Garantien
Die genannten Werkzeuge entwickeln sich schnell weiter. Diese Einordnung beschreibt typische Einsatzfelder — was konkret verfügbar ist, hängt von Version, Plan und Region ab und sollte im Zweifel direkt geprüft werden.
KI ist nicht nur Tool-Nutzung, sondern Prozessgestaltung. Entscheidend sind Rollen, Verantwortlichkeiten, Datenschutz, Freigaben, Dokumentation und Schulung — damit aus einzelnen Experimenten verlässliche Abläufe werden.
Gemeinsame Standards, wie Prompts aufgebaut werden — für gleichbleibende Qualität im Team.
Klar geregelt, wer KI-Ergebnisse prüft und freigibt, bevor sie verwendet werden.
Geprüfte Quellen, auf die KI sich stützen kann — die Basis für belastbares Grounding.
Mitarbeitende befähigen, KI sinnvoll, kritisch und sicher einzusetzen.
Ergebnisse stichprobenartig und systematisch auf Richtigkeit prüfen.
Der Mensch bleibt eingebunden: bewertet, entscheidet und verantwortet.
Nachvollziehbar festhalten, wo und wie KI eingesetzt wurde.
KI-generierte Inhalte kennzeichnen, wo es relevant oder gefordert ist.
Drei konkrete Abläufe zeigen, wie aus einzelnen Schritten ein verlässlicher Prozess wird — immer mit dem Menschen an den entscheidenden Stellen.
KI kann viel beschleunigen — aber sie entlässt niemanden aus der Verantwortung. Diese Punkte gehören bei jedem ernsthaften KI-Einsatz dazu.
Personenbezogene oder vertrauliche Daten nur mit Rechtsgrundlage oder Freigabe eingeben — niemals unbedacht.
KI-Antworten sind Entwürfe, keine Endergebnisse. Vor der Verwendung prüfen und einordnen.
Behauptungen gegen verlässliche Quellen abgleichen — gerade bei Zahlen, Zitaten und Fakten.
Bei Recht, Medizin, Finanzen und Personal gilt: Fachprüfung statt blindes Vertrauen.
Sie unterstützt die Entscheidung — treffen und verantworten muss sie der Mensch.
Wenn KI-Ergebnisse im Unternehmen verwendet werden, nachvollziehbar festhalten — wer, was, womit.
Grundprinzip
KI kann unterstützen, aber nicht allein entscheiden. Der Mensch bleibt verantwortlich.

Ab dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Act. Wichtig: Nicht jedes mit KI bearbeitete Bild muss pauschal sichtbar gekennzeichnet werden. Die Pflicht betrifft bei professionellen Anwendern vor allem Deepfakes sowie bestimmte KI-Texte zu Themen von öffentlichem Interesse. Eine freiwillige, klare Kennzeichnung schafft darüber hinaus Vertrauen.
KI-generierte oder manipulierte Bilder, Audios und Videos, die echt wirken könnten und reale Personen, Orte, Dinge oder Ereignisse zeigen, müssen als künstlich erzeugt oder verändert erkennbar sein.
Bei KI-Texten zu Themen von öffentlichem Interesse greift die Offenlegungspflicht nicht, wenn eine menschliche redaktionelle Prüfung stattfand und jemand die redaktionelle Verantwortung übernimmt.
Anbieter generativer KI müssen Ausgaben technisch und maschinenlesbar markieren. Professionelle Anwender müssen betroffene Inhalte für Menschen klar und spätestens beim ersten Kontakt offenlegen.
Praxisbeispiel 1 · Vom Original zur neuen Szene
OriginalEin authentisches Foto ohne generative Bearbeitung. Eine zusätzliche KI-Kennzeichnung ist nicht nötig.
AI modifiedPerson und Ausgangsszene bleiben erhalten, der Schreibtisch und die Umgebung wurden mit KI deutlich verändert und inszeniert.
AI generatedOrt, Licht, Kleidung und Komposition wurden synthetisch erzeugt. Die sichtbare Kennzeichnung macht den Ursprung sofort verständlich.
Praxisbeispiel 2 · Neue Codex-Varianten
OriginalDas reale Ausgangsfoto: persönliche Umgebung, spontane Perspektive und sichtbarer Alltag – ohne KI-Eingriff.
AI modifiedDieselbe Person und derselbe Raum, aber störende Elemente wurden entfernt und Details geordnet. Das Ergebnis bleibt vom Original abgeleitet.
AI generatedEine vollständig neue Bildwelt: Bibliothek, Marslandschaft, Licht, Haltung und Komposition entstanden generativ.
Klar formulieren: „AI generated“ für vollständig erzeugt, „AI modified“ für wesentlich KI-bearbeitet.
Sofort sichtbar: Kennzeichnung spätestens beim ersten Kontakt zeigen, nicht erst im Kleingedruckten.
Mitreisen lassen: Bei Download oder Weitergabe sollte die Information möglichst erhalten bleiben.
Zugänglich machen: Klarer Kontrast, verständliche Sprache und beschreibende Alternativtexte.
Stand: 27. Juli 2026 · Diese Übersicht dient der Orientierung und ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Artikel 50 des EU AI Act, die Leitlinien der EU-Kommission und der freiwillige Code of Practice.
Zwei einfache Ketten fassen den Kern dieses Kompasses zusammen — eine für den einzelnen Auftrag, eine für die produktive Arbeitsumgebung.
Vom Auftrag zum geprüften Ergebnis
Vom Baustein zum Workflow
Sprachmodelle sind starke Werkzeuge — aber sie ersetzen weder Prüfung noch Entscheidung. Wer Ziel, Kontext und Kontrolle in der Hand behält, macht aus einem Chatfenster einen produktiven Denk- und Arbeitspartner.
Gute KI-Arbeit beginnt nicht mit dem perfekten Tool, sondern mit einem klaren Ziel, sauberem Kontext und verantwortungsvoller Prüfung.