Einstieg
Übergabe von Arne zu Claus
Danke, Arne.
Arne hat gerade sehr deutlich gezeigt, warum der Umgang mit Kinderfotos rechtlich so sensibel ist. Ich schaue jetzt auf die Stakeholderseite.
Einstieg
Danke, Arne.
Arne hat gerade sehr deutlich gezeigt, warum der Umgang mit Kinderfotos rechtlich so sensibel ist. Ich schaue jetzt auf die Stakeholderseite.
Einstieg
Wer ist betroffen?
Wer entscheidet?
Wer nutzt Safe Frames später im Alltag?
Und wessen Vertrauen dürfen wir auf keinen Fall verlieren?
Einstieg · Highlight
Safe Frames ist nicht einfach nur eine Softwarelösung.
Safe Frames schützt nicht nur Bilder.
Safe Frames schützt Vertrauen.
Einstieg
Und genau deshalb war die Stakeholderanalyse für uns so wichtig.
Folie 4
Auf dieser Folie sieht man die wichtigsten Stakeholdergruppen rund um Safe Frames.
Wir haben sie nicht nur gesammelt, sondern nach vier Fragen betrachtet.
Folie 4
Welches Interesse hat diese Gruppe?
Wie viel Einfluss hat sie?
Wie stark ist sie betroffen?
Und wie müssen wir mit dieser Gruppe umgehen?
Folie 4
Besonders wichtig ist die Gruppe, die selbst am wenigsten Einfluss hat: die Kinder. Kinder sind die schutzbedürftigste Gruppe.
Sie sind sehr stark betroffen, können aber in vielen Fällen nicht selbst entscheiden, was mit ihren Bildern passiert.
Folie 4 · Kinder
Genau deshalb müssen wir sie besonders schützen, ohne ihnen Verantwortung aufzubürden.
Folie 4
Die zweite zentrale Gruppe sind die Eltern. Eltern brauchen Transparenz, Kontrolle und Vertrauen.
Sie wollen verstehen, wofür Fotos verwendet werden, wo sie gespeichert werden und ob eine Einwilligung wirklich ernst genommen wird.
Folie 4
Lehrkräfte und Erzieher:innen sind besonders wichtig, weil sie Safe Frames später im Alltag nutzen würden.
Folie 4 · Highlight
Wenn ein Prozess zu kompliziert ist, wird er nicht genutzt.
Oder er wird umgangen.
Deshalb muss Safe Frames sicher sein, aber trotzdem einfach bleiben.
Folie 4
Die Leitung trägt organisatorische Verantwortung. Für sie zählen klare Prozesse, Rechtssicherheit, Verantwortlichkeiten und realistische Umsetzbarkeit.
Folie 4 · Datenschutz
Der Datenschutz ist nicht nur eine Kontrollinstanz, sondern ein Akzeptanzfaktor.
Wenn Datenschutz früh eingebunden wird, wird das Produkt belastbarer.
Folie 4 · Highlight
Diese Übersicht zeigt: Safe Frames muss sehr unterschiedliche Erwartungen zusammenbringen.
Es geht um Schutz.
Es geht um Vertrauen.
Und es geht um Alltagstauglichkeit.
Folie 5
Aus dieser Übersicht ergibt sich die nächste Frage:
Wen müssen wir besonders schützen?
Wen müssen wir eng einbinden?
Und wen müssen wir gezielt informieren?
Folie 5
Die Matrix zeigt sehr schön die Spannung im Projekt.
Die Kinder haben eine sehr hohe Betroffenheit, aber einen niedrigen Einfluss.
Folie 5 · Highlight
Diejenigen, die am stärksten betroffen sind, können am wenigsten mitentscheiden.
Genau daraus entsteht unsere Verantwortung.
Folie 5
Eltern, Lehrkräfte, Leitung und Datenschutz haben sowohl eine hohe Betroffenheit als auch einen hohen Einfluss. Diese Gruppen müssen wir eng einbinden.
Denn wenn diese Gruppen Safe Frames nicht verstehen oder ihm nicht vertrauen, funktioniert das Produkt nicht – selbst dann nicht, wenn die Software technisch gut wäre.
Folie 5
Eltern entscheiden über Vertrauen.
Lehrkräfte entscheiden über Nutzung im Alltag.
Die Leitung entscheidet über Einführung und Verantwortung.
Und Datenschutz entscheidet mit über Belastbarkeit und Akzeptanz.
Folie 5
Pilotkunden, externe Beratung oder Datenschutzaufsicht sind vielleicht nicht jeden Tag im Prozess, aber wichtig für Glaubwürdigkeit, Qualität und Marktfähigkeit.
Folie 5
Auch wenn Öffentlichkeit und Social Media nicht direkt mit Safe Frames arbeiten, können sie Risiken verstärken.
Ein falsch verwendetes Kinderfoto kann schnell ein Vertrauens- und Reputationsproblem werden.
Folie 5 · Highlight
Safe Frames ist kein reines Tool-Projekt.
Safe Frames ist ein Vertrauenssystem mit Softwareanteil.
Folie 5 · Highlight
Die Software darf den Menschen die Verantwortung nicht einfach abnehmen.
Sie muss Verantwortung handhabbar machen.
Folie 7
Aus dieser Matrix haben wir die Kommunikationsstrategie abgeleitet. Denn jede Stakeholdergruppe braucht eine andere Flughöhe.
Nicht alle brauchen dieselben Informationen. Aber alle müssen genau das bekommen, was sie für ihre Rolle brauchen.
Folie 7
Bei Schulleitung oder Kitaleitung geht es um eine Entscheidungsperspektive. Die Leitung braucht eine klare Sicht auf Nutzen, Risiken und Verantwortlichkeiten.
Also: Was bringt Safe Frames? Welche Risiken reduziert es? Wer ist wofür zuständig? Und wie lässt sich das realistisch einführen?
Folie 7
Lehrkräfte und Erzieher:innen brauchen Schulung, Checklisten und konkrete Beispiele.
Für sie ist die Kernfrage nicht die komplette Rechtslage im Detail, sondern: Darf ich dieses Foto verwenden? Wo lege ich es ab? Wer gibt es frei? Und was mache ich, wenn ich unsicher bin?
Folie 7
Eltern brauchen Transparenz: verständliche Informationen, FAQ und eine klare Einwilligungslogik.
Die Kommunikation darf nicht zu juristisch werden. Eltern müssen schnell verstehen, was mit den Bildern passiert und welche Rechte sie haben.
Folie 7
Ein Punkt ist bei der Kommunikationsstrategie noch wichtig:
Die Kinder tauchen hier nicht als eigene Kommunikationszeile auf, obwohl sie in unserer Stakeholderanalyse die wichtigste Schutzgruppe sind.
Folie 7 · Kinderperspektive
Das ist bewusst so gedacht. Kinder sollen nicht mit Prozessverantwortung, Datenschutzdetails oder Einwilligungslogik belastet werden.
Die Kommunikation läuft hier primär über die Erwachsenen: also über Eltern, Lehrkräfte, Leitung und Datenschutz.
Folie 7 · Kinderperspektive
Aber: Die Kinderperspektive verschwindet dadurch nicht. Im Gegenteil. Sie ist der Grund, warum wir diese Struktur überhaupt brauchen.
Für die Praxis heißt das: Kinder können altersgerecht sensibilisiert werden – zum Beispiel mit dem Gedanken: „Dein Bild gehört zu dir.“ Aber die Verantwortung für Schutz, Freigabe und sichere Verwendung bleibt bei den Erwachsenen.
Folie 7
Datenschutzbeauftragte brauchen Dokumentation und Prozessbeschreibung.
Dort geht es um Zweckbindung, Zugriff, Löschung, Rollen und Nachweisbarkeit.
Folie 7
Für Ilumera als Projektteam bedeutet das: Wir brauchen eine klare MVP-Dokumentation und Roadmap.
Also: Was kann Safe Frames jetzt? Was kann es bewusst noch nicht? Und wo bleiben Menschen weiterhin in der Entscheidung?
Folie 7 · Highlight
Safe Frames löst nicht alles automatisch.
Und das soll es auch gar nicht.
Der Human-in-the-loop bleibt bewusst erhalten. Die finale Prüfung und Freigabe erfolgt durch verantwortliche Personen.
Folie 7 · Highlight
Die Kommunikationsstrategie ist nicht einfach Beiwerk. Sie ist Teil des Produkts.
Safe Frames muss einfach genug für den Alltag sein, aber präzise genug für Datenschutz und Leitung.
Produktlogik
Aus der Stakeholderanalyse entstehen direkt Produktanforderungen.
Transparenz wird zur Elterninformation und FAQ.
Sicherheit wird zu Ordnerstruktur, Zugriff und Löschlogik.
Einfache Bedienung wird zu Checklisten und Ampellogik.
Produktlogik
Rechtliche Orientierung wird zu Dokumentation.
Klare Verantwortung wird zu Rollen.
Und Schulung wird zu einem zentralen Bestandteil des Angebots.
Produktlogik · Highlight
Unser Ziel ist nicht, den Alltag komplizierter zu machen.
Unser Ziel ist, sichere Entscheidungen einfacher zu machen.
Produktlogik
Die Stakeholderanalyse zeigt auch typische Konflikte. Zum Beispiel: Fotos sollen im Alltag schnell nutzbar sein, aber Datenschutz braucht Prüfung.
Oder: Schulen und Kitas möchten Öffentlichkeitsarbeit machen, aber der Kinderschutz darf nicht darunter leiden.
Produktlogik · Konflikte
Oder: Manche erwarten vielleicht, dass die Software alles automatisch löst. Aber die Organisation bleibt verantwortlich.
Produktlogik · Highlight
Genau an diesen Spannungen muss Safe Frames seinen Nutzen beweisen.
Nicht indem es Verantwortung ersetzt, sondern indem es Orientierung gibt.
Marke / CD
Aus dieser Analyse ergeben sich auch Anforderungen an Marke und Corporate Design.
Safe Frames darf nicht wie ein kaltes Kontrollsystem wirken. Es darf aber auch nicht verspielt oder naiv aussehen, weil es um ein sehr sensibles Thema geht.
Marke / CD · Highlight
Wir brauchen eine Balance:
Schutz und Wärme.
Professionalität und Verständlichkeit.
Sicherheit und Alltagstauglichkeit.
Marke / CD
Der Name Ilumera steht für Licht, Klarheit und Orientierung.
Das passt gut zu unserem Ansatz, weil Safe Frames Unsicherheit reduzieren soll.
Marke / CD
Der Produktname Safe Frames verbindet zwei Ideen:
Safe steht für Schutz und Sicherheit.
Frames steht für Bilderrahmen, aber auch für einen klaren Handlungsrahmen.
Marke / CD · Highlight
Wir schaffen einen sicheren Rahmen für den Umgang mit Kinderfotos.
Marke / CD
Das Corporate Design soll Vertrauen, Ruhe und Struktur vermitteln.
Professionell genug für Schule, Kita, Leitung und Datenschutz. Aber menschlich genug für Eltern, Kinder und pädagogische Arbeit.
Übergabe Nina
Und wie diese Idee dann visuell verdichtet wurde – also vom Namen zur Bildmarke und zum Logo – zeigt jetzt Nina.