Wissenskarte Codelisten & Coding

Demonstrator · ohne API

IbetMax · Coding Workflow Demo-Engine

Coding-Workflow zum Mitarbeiten

Ein begehbarer Arbeitsraum, der zeigt, wie offene Nennungen mit einer versionierten Codeliste, maschinellen Vorschlägen und verbindlicher menschlicher Prüfung codiert werden.

Schritt 1 von 7

Projektbriefing

Jedes Coding-Projekt beginnt mit einer geklärten Aufgabe: Forschungsfrage, Fragetyp, Codierregeln und Qualitätsziel stehen vor der ersten Zuordnung fest.

Datenschutz & Transparenz

Was diese Engine tut – und was ein Produktivbetrieb bräuchte

Offene Antworten sind besonders heikel: Sie können Namen, Arbeitgeber, Orte oder Gesundheitsangaben enthalten, ohne dass ein Formularfeld das je vorgesehen hätte. Deshalb macht dieser Demonstrator seine Grenzen ausdrücklich sichtbar.

Technische Grenzen dieser Seite

  • Keine API, keine externen Netzwerkaufrufe. Das JavaScript enthält kein fetch, keine WebSockets und keine externen Module.
  • Keine Speicherung auf einem Server. Es gibt kein Backend, keine Datenbank, keinen Upload.
  • Keine Cookies, kein Tracking, keine Analyse. Auch Schriften, Stile und Skripte liegen lokal im Ordner.
  • Flüchtiger Zustand. Ihre Entscheidungen leben nur im Arbeitsspeicher der Seite. Ein Neuladen setzt alles zurück; es wird nichts in localStorage abgelegt.
  • Kein Upload nötig. Der Datensatz ist fest eingebaut – es muss keine Datei hochgeladen und kein echter Datensatz eingefügt werden.

Bitte nicht tun

  • Keine echten Daten verwenden oder hineinkopieren – weder Verbatims aus laufenden Studien noch Kundendateien, auch nicht zum Ausprobieren.
  • Nicht als Vorlage für einen produktiven Aufbau mit API-Schlüssel im Browser verwenden. Ein Schlüssel im Frontend ist für jede Person auslesbar.
  • Die hier gezeigten Kennzahlen nicht als Studienergebnis, Leistungsnachweis oder Benchmark zitieren.

Anonym oder pseudonym – kein Wortspiel

Anonymisierte Daten lassen sich mit vertretbaren Mitteln keiner Person mehr zuordnen. Pseudonymisierte Daten ersetzen den Namen nur durch eine Fall-ID: Mit Zusatzwissen ist die Zuordnung wieder möglich, deshalb bleiben pseudonymisierte Daten personenbezogene Daten und unterliegen weiterhin der DSGVO.

Zusätzlich gilt: Freitext kann selbst Identifikatoren enthalten. Eine Antwort wie „ich bin die einzige Auszubildende in unserer Filiale“ ist auch ohne Namensfeld identifizierend. Eine Prüfung der Freitexte ersetzt keine Anonymisierung des Datensatzes – und umgekehrt.

Eine Cloud ist kein einheitlicher Schutzraum

„Liegt doch schon in der Cloud“ ist keine Erlaubnis. Befragungsplattform, Hosting, Analysewerkzeug und Sprachmodell können verschiedene Empfänger mit eigenen Serverstandorten, Verträgen, Speicherfristen und Unterauftragnehmern sein. Jede zusätzliche Übermittlung ist gesondert zu bewerten.

Vor einem Produktivbetrieb müssen Rechtsgrundlage, Zweckbindung und Datenminimierung geklärt sein: Wer ist verantwortliche Stelle, wozu genau wird verarbeitet, und welche Felder sind dafür wirklich erforderlich? Für einen Coding-Schritt genügen oft Fall-ID, Fragekontext und Verbatim.

Checkliste

Vom Demonstrator zum Institutssystem

Diese Engine zeigt den Ablauf. Ein Marktforschungsinstitut bräuchte darüber hinaus einen organisatorischen und technischen Unterbau. Die folgende Liste ist ein Arbeitsraster für das Gespräch mit Datenschutz, IT und Auftraggeber – keine Konformitätsbescheinigung.